Fünf Elemente für Klarheit und Halt in Veränderungsprozessen

Franziska Kalkbrenner • 22. Juni 2026

Ich bin der Meinung, dass wir zu wenig darüber reden, wie sich Veränderung anfühlt, wenn man mittendrin steckt.


Alle durchlaufen Entwicklungsprozesse und es gibt Phasen im Leben, in denen vieles zusammenkommt. Sätze wie „Eigentlich ist gerade alles zu viel“ oder „Ich komme nicht hinterher“ höre ich sowohl von Teams als auch von Menschen in der individuellen Veränderungsarbeit immer wieder.


Da habe ich mich gefragt:

  • Wie geht man damit um, wenn es einen individuell oder als Team mal wieder so richtig durchschüttelt?
  • Wie findet man Halt, obwohl sich viel bewegt, und wie erlangt man Klarheit für den nächsten Schritt?
  • Und was passiert, wenn wir nicht verarbeiten, was uns geschieht?


Ich persönlich merke dann zum Beispiel, dass ich reizbarer werde. Ich fühle mich schneller gestresst und habe das Gefühl, immer schlechtere Entscheidungen zu treffen.


Einerseits, weil ich mich eher getrieben fühle, statt selbst zu steuern, wohin ich will.

Zum anderen entgeht mir ohne Verarbeitungszeit die Chance, aus meinen Erfahrungen zu lernen.


Ähnliches beobachte ich im Gruppenkontext: Auch Teams sind in manchen Phasen so hohen Arbeitsbelastungen ausgesetzt, dass ihnen wenig Zeit bleibt, um in Ruhe etwas nachzubesprechen oder Störgefühle auszuräumen.


Wenn es auch zu einem späteren Zeitpunkt keinen Raum für Reflexion gibt, verliert das Team die Chance, aus dem eigenen Prozess zu lernen. Spannungen bleiben ungelöst und wertvolle Potentiale zur Verbesserung der Zusammenarbeit werden nicht genutzt. Darunter leidet irgendwann auch die Qualität der Arbeit. Eigentlich schade, oder?


Hier sind fünf wesentliche Schritte, die ich immer wieder gehe, um mich zu zentrieren, wenn es besonders turbulent zugeht. Die Schritte sind eher individuell formuliert. Sie lassen sich aber genauso auf Teams übertragen - dazu später mehr an anderer Stelle.


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(Ich nenne diese fünf Elemente "Zentrierungszyklus" - auch wenn dieser Arbeitstitel etwas sperrig ist, mir ist noch nichts besseres eingefallen. Die Aquarelle im Hintergrund sind von mir. Vielleicht ein neues Hobby?)

(Dieser Beitrag erschien erstmals auf meinem LinkedIn-Profil am 22.06.2026.)

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